Freitag, 31. Oktober 2014

Ein Auto, ein Zelt und zwei Papageie

Ich melde mich dann auch mal wieder, diesmal aus Franz Josef, einem kleinen Ort neben dem Franz Josef Gletscher. Ich fühle mich wie im Skiurlaub: es ist kalt, die Gletscher verschwinden in einer dicken, weißen Wolkendecke und überall werden Skier und Wintermützen verkauft. Zum Glück schneits nicht, es regnet nur!

Nun aber zur eigentlich Titelstory. WIR HABEN EIN AUTO. Leider kein eigenes, das war uns zu viel Risiko, aber einen Mietwagen für einen Monat! Haben uns nach langem Hin und Her für die Versicherung entschieden und werden von Tag zu Tag ärmer, aber yolooo (ok, uncool :D). Ab Montag sind wir aber wieder brav wwofen, dürfen sogar mit den Ponies dort reiten. Thihiii.



So, wir haben das Auto in Christchurch gemietet (einfach eine große Baustelle dank des Erdbebens 2011) und sind von da aus losgefahren. Nach 3 Runden durch die Stadt haben wir endlich den State Highway 73 gefunden - eine Straße, die von der Ost- bis zur Westküste führt. Verfahren ist hier also eine echte Kunst, die uns nicht heimgesucht hat! :D Der Weg führte hauptsächlich durch den Arthur's Pass National Park, somit war eine schöne Aussicht inklusive.




In dem Park haben wir dann auch unser Nachtlager aufgeschlagen. Das Zelt war schnell mitten in der Pampa aufgebaut, da kam uns ein Papagei besuchen. Ein Kea, wie wir später lernten, die gibt es nur in Neuseeland!




Nunja, wir dachten er ist süß und schüchtern und Lucie hat ihn dann mit Keksen angelockt. Die Schüchternheit verfiel schnell und bald sahen wir ihn im Kofferraum unsere Sachen durch die Gegend werfen. Ein paar Sekunden später hüpfte er mit meiner Pille raus und als ich sie mir wieder holen wollte, flog er munter davon in einen Busch. Ich also hinterher, da kommt sein Komplize hervorgesprungen und versperrt uns den Weg. Ich, in Panik dass meine Pille gleich weg ist und Lucie, in Panik, dass er an meiner Pille stirbt, kämpfen uns in den Busch, in dem Papagei 1, Karl, munter die einzelnen Pillen aus der Packung pickt. Irgendwann stellte er dann fest, dass das gar nicht mal so lecker schmeckt, ließ die Packung fallen und flog wieder weg.



Nachts hatten die beiden dann viel Spaß daran, auf unserem Auto Wetthüpfen zu spielen und unser Zelt zu kosten. Im Zelt war es kalt, eng und der Wind peitschte gegen unser sporadisch aufgespanntes Außenzelt, aber hey, wir haben überlebt und unser Zelt stand am Ende der Nacht auch noch! Die Aussicht war eh unbezahlbar (apropos, wir hatten ein kostenloses Nachtquartier! Wir sind so sparsam!...)


Sind dann heute nochmal 4 Stunden gefahren und kamen gesund und munter im Skigebiet an. Hier bleiben wir 2 Nächte, montags gehts dann nach Murchison zur Arbeit.

Das Linksfahren ist übrigens gar kein Problem und wir haben einen Automatikwagen, also liebe Mütter, Tanten, Omas und alle anderen die sich Sorgen machen: das Autofahren klappt bestens und Lucie fühlt sich auch sicher bei mir :D

3 Kommentare:

  1. Danke für das Lebenszeichen, bin ab sofort tiefenentspannt, was eure Fahrerei angeht........
    Und warum es bald keine Keas mehr in Neuseeland gibt, ist ja jetzt auch gekärt!

    Gute Weiterreise!

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  2. Ahahahahah, das klingt alles wie aus einem Komödie :DDD Zu genial! Und dann noch dieser dramatische Schreibstil kugel mich gleich auf dem Boden rum :P
    Schreib dem Björn mal wie gut du fährst und dazu noch mit Linksverkehr! ^^

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  3. Hahah du schreibst so genial!!

    Die Vögel klingen ja mal richtig süß... gut dass der die Pille genommen hat, dann gibt es nicht noch mehr... ;D

    Respekt einfach mitten in der Pampa zu pennen... nicht schlecht!
    Viel Spaß weiterhin und grüß mal die liebe Lucie :)

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